Compte rendu sur la « Journée internationale de la langue maternelle », 21.2.2020

Internationaler Tag der Muttersprache am 21.02.2020

Wer kennt es nicht, das berühmte Buch „Der Regenbogenfisch“ des Schweizer Autors Marcus Pfister mit einer der weltweit erfolgreichsten Bilderbuchfiguren? Es erschien 1992, wurde mehrfach ausgezeichnet und in mehr als 50 Sprachen übersetzt.

Die Geschichte handelt von einem Regenbogenfisch mit einem schillernden Schuppenkleid, der der schönste Fisch im Ozean ist. Da er aber auch eitel und stolz ist, wird er mit der Zeit immer einsamer. Nun merkt er, dass man Freunde nicht durch Schönheit gewinnen kann. Erst, als er seinen Stolz überwindet und beginnt, seine Glitzerschuppen an die anderen Fische zu verteilen, findet er Freunde und wird glücklich.

Eine tolle Wahl der Stadtbücherei Regensburg-Süd, die zur Lesung dieses Buchs in fünf verschiedenen Sprachen anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache geladen hatte. Die Leiterin der Bücherei erklärte den Kindern in ihrer Begrüßungsrede, dass die Muttersprache die erste Sprache ist, die man im Leben lernt und nicht nur die Sprache der Mutter, sondern auch die des Vaters sein kann. Sie bat die Kinder, von ihren Erfahrungen mit Sprachen zu erzählen. Die meisten der anwesenden Kinder hatten bereits Kontakt mit mehreren Sprachen und wachsen zum Teil sogar zwei- oder mehrsprachig auf. Abwechselnd wurde nun die Geschichte auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch vorgelesen. Den französischen Part übernahm  Catherine Hummel-Mitrécé, die Präsidentin der DFG. Parallel zur Lesung wurden zum besseren Verständnis die Bilder des Buchs in Form eines kleinen Theaterstücks gezeigt. Auch wenn die Kinder nur eine oder zwei der fünf Sprachen verstanden, waren sie sichtlich fasziniert von den unterschiedlichen Klangfarben. Schön zu erkennen war auch, dass es manchmal gar nicht so sehr auf die Sprache ankommt, um Gefühlszustände wie Einsamkeit, Traurigkeit und Glück auszudrücken.

Dieser Nachmittag bot eine gute Gelegenheit, in andere Sprachen und Kulturen einzutauchen und somit den eigenen Blick zu weiten.

21.02.2020/SB